Bioenergie Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Strohheizung Gülzow

Strohheizwerk Gülzow

Am Standort der FNR in Gülzow wird 2013 die Wärmeversorgung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei (LFA) sowie weiterer Liegenschaften von fossilen Energieträgern auf Bioenergie umgestellt. Ein Strohheizwerk ist in Bau und wird im August 2013 den Betrieb aufnehmen. Auf dieser Informationsseite wird das Vorhaben vorgestellt und dokumentiert.

Vorausgegangen sind umfangreiche Gespräche, Planungen und Berechnungen, in deren Ergebnis der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL) die künftige Wärmeversorgung der öffentlichen Liegenschaften unter Wirtschaftlichkeits- und Nachhaltigkeitsgesichtspunkten mit konsequenter Ausrichtung auf eine Bioenergielösung ausgeschrieben hat. In Vergleichsrechnungen von FNR und BBL konnte Heizen mit Biomasse und insbesondere Stroh  als wirtschaftlichste Lösung ermittelt werden.

Auftragnehmer und künftiger Betreiber des Strohheizwerk Gülzow ist die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (LGMV), die auch die Bauplanung und –überwachung in eigener Zuständigkeit übernimmt. Für die öffentlichen Liegenschaften in Gülzow wird ein Wärmebedarf von etwa 1.600 Megawattstunden kalkuliert, bei Einbeziehung von weiteren Wärmeabnehmern an dem ca. 1000 m langen Nahwärmenetz im Ortskern von Gülzow ergeben sich rd. 2.000 MWh. Der Wärmebedarf wird mit einem Strohheizwerk von 990 kW Leistung gedeckt.

Als Brennstoff kommt Weizen- und Roggenstroh aus der unmittelbaren Region zum Einsatz.  Stroh kostet heizwertbezogen weniger als ein Drittel als Heizöl und steht in der Ackerbauregion um Güstrow reichlich zur Verfügung. Die Fläche der Gemeinde Gülzow-Prüzen, hauptsächlich Ackerfläche, beträgt weit über 5.000 Hektar, von denen für die Strohheizung lediglich ca. 100 bis 200 ha Getreidefläche benötigt werden. Das Stroh wird von der LGMV zugekauft und gemäß Liefervertrag bedarfsgerecht von einem nahegelegenen Landwirtschaftsbetrieb angeliefert. Das Strohheizwerk in Gülzow dient künftig als Demonstrationsanlage und zeigt Landwirten und Bürgermeistern sowie Bioenergiedörfern Perspektiven für eine nachhaltige und preisstabile Wärmeversorgung auf Basis lokal verfügbarer Biobrennstoffe auf.

Fotodokumentation zum Baufortschritt

Broschüre

Pressebilder

Quelle: FNR/Stelter
Wettbewerb Bioenergie-Kommunen 2019
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
Bauer Hubert
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