Bioenergie Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Projekt 2012 - 2015: Detail

 

Projekt: Kombikraftwerk Wind/Biogas zur Speicherung von Windstrom

Region: Bioenergie-Region Ludwigsfelde plus+
Beschreibung:

Durch eine Wandlung des „überschüssigen“ Stromes über Elektrolyse in Wasserstoff und Synthese mit Kohlendioxid in Methan kann Strom für die Grundlast und nach Bedarf produziert werden. Das so genannte Windmethan wird im Erdgasnetz gespeichert. Dies ist besonders in Kombination mit einer Biogasaufbereitungsanlage sinnvoll, da hier Kohlendioxid aus der Biomassevergärung bisher ungenutzt anfällt. Einzelne Mechanismen sind untersucht und im Prinzip bekannt, jedoch bedarf die Kombination und Praxistauglichkeit weiterer Forschung. Eine Pilotanlage mit Vorbildcharakter ist ein Entwicklungsansatz, der in der Bioenergie-Region Ludwigsfelde Plus+  realisiert werden soll. Forschungseinrichtungen, die dieses Projekt begleiten könnten, sind die TU Berlin oder die BTU Cottbus.

Im Rahmen einer Bachelorarbeit am Fachgebiet Energieverfahrenstechnik und Umwandlungstechniken regenerativer Energien der Technischen Universität Berlin wurde die Möglichkeiten zur Umsetzung der “Power-to-Gas” Technologie der Biogasaufbereitungsanlage der Agrargenossenschaft Trebbin eG (AGT) in Klein Schulzendorf untersucht. Betrachtet wurden zum einen die Methanisierung von reinem Kohlenstoffdioxid und zum anderen die Methanisierung von entschwefeltem Biogas.

„[Die Studie] zeigte sich, dass beide Varianten ihre Vor- und Nachteile haben. Langfristig scheint die direkte Methanisierung von Biogas einige Vorteile zu haben, da man das Kohlendioxid nicht vorher noch aufwändig abtrennen muss und weil das entstehende Biomethan eine bessere Qualität hat. [...] Kurzfristig ist jedoch die andere Variante von Vorteil, da BGAs bereits eine Kohlendioxidabtrennung haben und es zurzeit einfacher erscheint, CO2 zu methanisieren. [...] Insgesamt betrachtet scheint es noch zu früh in diese Technologie zu investieren. Dies liegt vor allem an den hohen Investitionskosten, die in den nächsten Jahren laut vielen Prognosen erheblich sinken werden. Daneben befindet sich die Technologie gerade im Übergang von der Forschung zur wirtschaftlichen Anwendung und hat erhebliches Verbesserungspotential.“

Download der Bachelorstudie (Autor: Wilfried Krippner)

Ansprechpartner: Iris Feldmann
Telefon: 03378 8606 63
Email: i.feldmann(bei)bioenergie-region-ludwigsfelde.de
WWW: zur Website des Projektes
Projektzeitraum: 01.09.12
Kategorien:Betroffene Wertschöpfungskette:
  • Biogas
Ebene des Stoffstroms:
  • Anlagenbezogene Massnahme
  • (flexible) Stromerzeugung & Vermarktung
 
 
Wettbewerb Bioenergie-Kommunen 2019
 
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
 
Bauer Hubert
 
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