Bioenergie Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Projekt 2009 - 2012: Detail

 

Projekt: Erfassungsstudie Biogasanlagen – inkl. Erstellung eines GIS-basierten Biogasanlagenkatasters

Bundesland: Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz
Region: Bioenergieregion Eifel (Koop. NRW/RLP)
Ansprechpartner: Markus Pesch
Adresse:

Bioenergieregion Eifel
Bahnhofstr. 16
53947 Nettersheim

Telefon: 02486-801922
Fax: 02486-911116
Email: pesch(bei)bioenergie-eifel
WWW: zur Website des Projektes
Beschreibung:Hintergrund und Zielsetzung Vor dem Hintergrund knapper werdender Rohstoffe, der ökologischen Notwendigkeit und der Versorgungssicherheit ist die Suche nach alternativen Energiequellen von aktueller Bedeutung. Nicht erst seit den Durchleitungsproblemen von russischem Erdgas nach Europa nimmt hierbei die Verwertung von Biomasse und insbesondere Biogas als Substitut fossiler Energien bzw. des Importgases eine entscheidende Position ein. Die Zielsetzung betrifft die Optimierung des Biogassektors einschließlich der Integration der Wärmeversorgung und –nutzung, Optimierung der räumlichen Biomassebereitstellung, geringe Kosten durch zweckmäßige Anlagengrößen und die Ermittlung der Möglichkeiten zur Biogaseinspeisung. Ziel ist zum einen die Vereinfachung und Optimierung der Standortsuche für potentielle Betreiber und Investoren von Biogasanlagen. Zum anderen die Identifikation von Optimierungspotenzialen von Bestandsanlagen ohne oder mit suboptimaler Wärmenutzung. Die Verstromung von Biogas in BHKWs (Blockheizkraftwerke) ist Stand der Technik, die Wärmenutzung erfolgt meist unzureichend. So legt die Studie „Biogasanlagen in Rheinland-Pfalz 2010“ des DLR Eifel offen, dass die wenigsten Anlagen über eine befriedigende Wärmenutzung verfügen, obwohl diesem Kriterium das höchste Potenzial zur Effizienzsteigerung beigemessen wird. Ein weiteres Ziel muss es sein, neben der elektrischen Nutzung des Biogases auch die dabei anfallende Wärme in ein Verwertungskonzept zu überführen, nämlich mit dem Energieträger Biogas hochwertige elektrische Energie und Wärme durch Kraft-Wärme-Kopplung zu produzieren. Die Umsetzung optimierter Wärmenutzungskonzepte ist erklärtes Ziel und neben der Effizienz- und  Energieausnutzung auch wichtiges Kriterium für die Wirtschaftlichkeit. Im Gegensatz zur Stromnutzung ist die Wärmenutzung bei der Erzeugung im KWK-Betrieb standortgebunden.   Prinzipiell stehen 3 Anwendungsmöglichkeiten nach Standort der Wärmesenken für die Wärmenutzung zur Wahl:   Vor Ort: Trocknung von Sekundärbrennstoffen oder Futtermitteln kann von Betreibern als Dienstleistung angeboten werden Ansiedlung von Wärmeverbrauchern fördern Lokale Wärmeverteilung  (Nahwärmenetz, Mikro-Gasnetz) Zu nahegelegenen Abnehmern mit Wärmeleitungen Zu entfernteren Abnehmer (etwa bis 4 km) mit Mikrogasleitungen Biogaseinspeisung (Gasnetz à Verteilung zu geeignetem Standort) Ins Erdgasnetz Vorteil: Im Gegensatz zur lokalen Verteilung kann ein idealer Gasabnehmer zur Verstromung mit gleichzeitiger Wärmenutzung (sommerliche Wärmegrundlast) gesucht werden   Wesentlicher Bestandteil der Anwendung ist die Interpretation von Wärmesenken in einem GIS. Eine wirtschaftliche Darstellung von Biogasanlagen lässt sich nur mit einer nachgeschalteten Wärmenutzung herstellen. Beispiele dafür sind: Größere Bestandsstrukturen Trocknungsanlagen (Holz, Gärreste, Klärschlamm etc.) Gezielte Ansiedlung von Gewerbegebieten/ Unternehmen Planung von Neubaugebieten …      Untersuchungsinhalte:Die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen zur Biogasproduktion hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Nach aktuellem Stand gibt es in der Bioenergieregion Eifel rund 64 Biogasanlagen. Derzeit fehlt jedoch eine Grundlagenübersicht in dem Gebietszuschnitt der Bioenergieregion. Von daher soll in einer Grundlagenstudie folgendes erfasst werden:   Baustein 1: Standortgenaue Erfassung aller Biogasanlagen inkl. Betreiber (verfügbare Grundlagen, z.B. „Biogasanlagen in RLP 2010“ vom DLR Eifel, bzw. Adapton Studie über Bioenergieregion Eifel, sind zu nutzen) Erfassung der aktuellen Abwärmenutzungskonzepte der einzelnen Anlagen Erfassung der verwendeten Substrate nach Art und Menge sowie deren Einzugsgebiet Darstellung von 1. - 3. in einem GIS   Baustein 2: Identifizierung potenzieller Wärmesenken (öffentl. Einrichtungen, Gewerbegebiete, singuläre wärmetechnische Großverbraucher etc., die grundsätzlich hinsichtlich des Wärmebedarfs für eine Anlagenauslastung in Frage kommen für Bestandsanlagen ein Optimierungspotenzial erschließen können sowie Erfassung der vorhandenen Kläranlagen Integration vorhandener Informationen zu geplanten Straßenbaumaßnahmen ins GIS Darstellung von 1. und 2. im GIS   Baustein 3: Erfassung möglicher Gaseinspeisepunkte (inkl. Darstellung der jeweiligen Netzkapazitäten und Netzbetreiber) Darstellung im GIS     Die Darstellung aller Bausteine und Unterpunkte soll in einem einheitlichen GIS als jeweiliger Layer erfolgen. Das GIS soll ein offenes System darstellen, welches im Nachgang  gepflegt und auch mit weiteren Parametern (z.B. selektive und restriktive Standortfaktoren) ergänzt werden kann, um somit eine nachhaltig nutzbare Plattform zu generieren. Es soll sich grundsätzlich um eine Web-GIS-Anwendung handeln, die online gestellt werden kann.       Umsetzung   Das Projekt wird von der Bioenergieregion Eifel betreut. Inhaltlicher Kooperationspartner ist das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Eifel (DLR Eifel), Beratungszentrum Nachwachsende Rohstoffe.Nähere Informationen unter www.bioenergie-eifel.de, oder beim Regionalmanager Hr. Pesch unter pesch@bioenergie-eifel.de
Projektzeitraum: 01.06.11 - 29.02.12
Kategorie:
  • Biogas
  • Innovative technische Ansätze
  • Netzwerke
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Regionale Wertschöpfung
  • Studien
 
 
Wettbewerb Bioenergie-Kommunen 2019
 
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
 
Bauer Hubert
 
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