Bioenergie Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Projekt 2009 - 2012: Detail

 

Projekt: Regionales Qualitätssigel

Bundesland: Brandenburg und Berlin
Region: Landkreis Märkisch-Oderland
Ansprechpartner: Martin Merk
Adresse:

Netzwerkbüro  Verein "BIOFestbrennstoff MOL"

Telefon: 033602 - 5 81 00
Fax: 033602 - 5 81 11
Email: m-merk(bei)-online.de
WWW: zur Website des Projektes
weitere WWW: www.holzweg-mol.de
Beschreibung:Regionales Qualitätssiegel „Märkischer Holzweg - Heizen mit Holz“ Ein zentrales Vorhaben im Wettbewerbskonzept „Märkisch-Oderland geht den Holzweg“ war die Einführung eines regionalen Qualitätssiegels für hochwertige Holzhackschnitzel.Im Verlauf eines breit geführten und u. a. durch das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e. V. ZALF Müncheberg begleiteten Diskussionsprozesses wurde die ursprüngliche Idee erweitert, so dass künftig regionale Unternehmen zertifiziert werden können, die hochwertige Brennstoffe, Anlagen und Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Erzeugung und Nutzung von Biofestbrennstoffen anbieten. Zunächst soll die Zertifizierung in den fünf Bereichen „Stückholz“, „Hackschnitzel“, „Holzpellets“, „Installation von Heizanlagen“ sowie „Energieberatung“ erfolgen. Neben der Einhaltung von jeweils spezifischen Qualitätsanforderungen sind zusätzliche Kriterien zur Erlangung des Labels u. a. Regionalität, Zuverlässigkeit und Liefersicherheit, laufende Aus- und Weiterbildung, faires Marktverhalten und die Einhaltung sozialer Standards. Vergeben wird das Siegel vom eingetragenen gemeinnützig anerkannten Förderverein Netzwerk BIOFestbrennstoff MOL e.V. Zu dessen Gründungsmitgliedern zählen Unternehmen sowie Vertreter des Landkreises und der Forsteinrichtungen: Der Netzwerkverein ist in Kooperation mit dem Energiebüro MOL im Auftrag des Landkreises Märkisch-Oderland für die Realisierung des Projektes „Märkisch-Oderland geht den Holzweg“ verantwortlich. Ein Fachbeirat, dem Vertreter des Landkreises und aller relevanten Zielgruppen angehören, wird die Einführung des Regionallabels begleiten. Ein erfolgreiches Beispiel für ein regionales Qualitätslabel bzw. eine Regionalmarke ist die Regionalmarke Spreewald des Spreewaldvereines, dessen Erfahrungen in dieses Vorhaben eingeflossen sind. Das regionale Qualitätssiegel „Märkischer Holzweg - Heizen mit Holz“ soll gleichermaßen aktiver Verbraucherschutz und Marketingmaßnahme für regionale Unternehmen und die gesamte Bioenergie-Region sein. Wem nutz das Qualitätssiegel? Vom Siegel „Märkischer Holzweg -  Heizen mit Holz" sollen u. a, profitieren: Heizungs- und KaminbetreiberSie finden regionale Anbieter, die Kamin- und Stückholz, Hackschnitzel und Holzpellets preiswert, zuverlässig und umweltfreundlich liefern. HeizungskundenSie finden fachlich versierte Installateure, die störungsfreie Holzheizanlagen installieren und warten können. Durch die verschärften Anforderungen im Bereich der Emissionen (novellierte BImschV) und der Energieeffizienz (EnEV) ist es bei der Erstinstallation oder beim Ersatz und bei der Wartung einer Heizung wichtig, kompetente und zuverlässige Betriebe zu finden. Gebäudebesitzer, die auf der Suche nach dem passenden Heizsystem sind Sie finden unter den zertifizierten und unabhängigen Energieberatern solche, die sich bei den Heizsystemen für Holzbrennstoffe sehr gut auskennen. Regionale Unternehmen aus dem Bereich Heizen mit Holz Sie erhalten ein wirksames Marketinginstrument und steigern so ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber finanzstarken überregionalen Unternehmen. Zudem wird ihnen die Möglichkeit zur laufenden Weiterbildung und zu betriebsübergreifenden Kooperation geboten. Region und Wirtschaftsstandort OderlandSie profitieren dank der laufenden Weiterbildung von gut qualifizierten Betrieben auf dem Stand der Technik. Durch die Kooperation und Vernetzung der meist kleinen Unternehmen entstehen leistungsfähigere Anbietergemeinschaften. Weiter profitieren sie von der Wertschöpfung, die mit der umweltfreundlichen und sozialverträglichen Nutzung eines heimischen und erneuerbaren Energieträgers generiert wird. Landkreis MOLEr setzt mit der Einführung des Regionallabels eine wichtige Arbeitsaufgabe seines Bioenergiekonzeptes frühzeitig um.   Wie soll das regionale Qualitätssiegel installiert werden? Das Vorgehen zur Einführung und Etablierung des Siegels wurde im Rahmen mehrerer Netzwerktreffen und Beratungen mit erfahrenen Zertifizierungsunternehmen unter Beteiligung aller relevanten Zielgruppen abgestimmt und in einem Arbeitsplan festgehalten. Die Umsetzung beginnt im Sommer 2011 und wird im Frühjahr 2012 abgeschlossen. Sie erfolgt in vier Arbeitsphasen: Bereitstellung der erforderlichen ArbeitsgrundlagenErstellung des Zertifizierungs-Handbuches mit allen notwendigen Dokumenten, Arbeitsanweisungen und Checklisten zur Umsetzung des Regionallabels, Marketingkonzept mit CI und allen Informationsmaterialien Öffentlichkeitsarbeit und Gewinnung von UnternehmenUmsetzung des Marketingkonzeptes und der Öffentlichkeitsarbeit; Ansprache, Werbung und Begleitung der regionalen Unternehmen; Konzeption und Durchführung der erforderlichen Weiterbildungsveranstaltungen Pilotphase Durchführung von Inspektionen einschließlich Zertifizierung von 20 Betrieben. Parallel erfolgt die Qualifizierung von regionalen Inspekteuren Zum Abschluss der Pilotphase erfolgt eine Medienwirksame Übergabe der ersten 20 Zertifikate Evaluierung der Pilotphase und Übergang in den regulären Betrieb Welche Effekte sollen mit dem Qualitätssiegel erreicht werden? Mit dem Projekt werden folgende messbaren Effekte (Erfolgsindikatoren) erzielt: Bereitstellung aller erforderlichen Unterlagen zum Regionallabel Umsetzung einer wirksamen Medienkampagne Modellhafte und medienwirksame Zertifizierung von mindestens 20 regionalen Unternehmen Ausbildung von mindestens 3 regional ansässigen Inspekteuren Über die unter der Überschrift „Wem nutz das Qualitätssiegel“ genannten Effekte hinaus profitiert die gesamte Wertschöpfungskette – von der Holzernte bis zum Vertrieb der Holzbrennstoffe und von der Energieberatung, Planung und Installation der Holzheizung bis zur Wartung vom Projekt. Im Gegensatz zur reinen Energieproduktion durch branchenfremde und externe Unternehmen (wo in der Regel neben den Veredelungsschritten auch die Gewinne außerhalb der Region anfallen), sichert das vom Landkreis getragene Konzept „Märkisch-Oderland geht den Holzweg“ regionale Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung. Ein weiterer Effekt ist der erhebliche Beitrag zum Klimaschutz: Ziel der Bioenergie-Region MOL ist die Einsparung von rund 35´000 Tonnen CO2 pro Jahr. Dazu kann das regionale Qualitätssiegel "Märkischer Holzweg - Heizen mit Holz" einen wesentlichen Beitrag leisten.
Kategorie:
  • Feste Brennstoffe
  • Netzwerke
  • Regionale Wertschöpfung
 
 
Wettbewerb Bioenergie-Kommunen 2019
 
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
 
Bauer Hubert
 
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