Bioenergie Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Post EEG - Projekte

Perspektiven der Strom- und Wärmeerzeugung aus Biomasse

Für den von ihnen produzierten erneuerbaren Strom erhalten die Betreiber von Biogasanlagen und Holzheizkraftwerken eine gesetzlich garantierte, für einen Zeitraum von 20 Jahren festgeschriebene Vergütung. In den kommenden Jahren, insbesondere aber ab 2025 endet für viele dieser Anlagen der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelte Vergütungszeitraum. Aus technischer Sicht könnten viele Anlagen weiter betrieben werden, dafür braucht es aber neue, tragfähige Konzepte. Für Marktkonzepte und sonstige Anschlussregelungen nach Ende des EEG-Vergütungszeitraums hat sich der Begriff „Post-EEG“ etabliert.

Gleichzeitig fällt der Neubau von Biomasseanlagen zur Stromerzeugung deutlich geringer aus. Dazu tragen vor allem der Ausbaudeckel zugebauter elektrischer Leistung von jährlich 200 MWel (bis 2022) und deren starken Kürzungen für die Stromvergütung bei. Das lässt erwarten, dass der Zubau neuer Biogas- bzw. Biomasseanlagen die Leistung und Stromerzeugung von aus dem EEG ausscheidenden Bestandsanlagen künftig nicht kompensieren kann.
Für die Bereitstellung von Systemdienstleistungen in Strom- bzw. Energieverteilnetzen, die Erhaltung von Arbeitsplätzen und Wertschöpfungsketten durch Bioenergie in ländlichen Regionen und des Klimaschutzbeitrags der Bioenergienutzung gilt es daher, Lösungen zu entwickeln, wie EEG-Bestandsanlagen modernisiert und weiterhin wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden können.

Im Ergebnis der Kurzstudie "Post-EEG: Entwicklung der Biomasseverstromung bei Fortschreibung der aktuellen EEG-Vergütung“ fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aus dem Förderaufruf „Strom aus Biomasse in künftigen Bioenergiesystemen“ verschiedende Verbundforschungsprojekte zu diesem Thema.

Ausgewählte Projekte

Kurzstudie Post-EEG
Wettbewerb Bioenergie-Kommunen 2019
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
Bauer Hubert