Bioenergie Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Bundeswaldgesetz

 

Novellierung des Bundeswaldgesetzes (BWaldG)

Seit dem 01. August 2010 ist das Waldgesetz neu geregelt.

Speziell für Landwirte birgt diese Novellierung maßgebliche Änderungen beim Anbau schnellwachsender Baumarten:
Landwirtschaftlicher Energieholzanbau, Agroforstsysteme und Kurzumtriebsplantagen (KUP) sind demnach nicht länger Wald, sondern sind und bleiben landwirtschaftliche Fläche, kurz Acker. Demzufolge ist die sogenannte Beihilfefähigkeit der Flächen und die damit verbundene Zahlung der Betriebsprämie keine Voraussetzung mehr dafür, dass dieser Flächenstatus erhalten bleibt.

Es gelten damit für diese Flächen andere Vorschriften als im Wald.

Zum Erhalt der Betriebsprämie gibt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gemäß § 3a der Betriebsprämiendurchführungsverordnung die Liste der für Niederwald mit Kurzumtrieb geeigneten Arten und deren maximale Erntezyklen bekannt (NwaldZyklBek).
Mit Bekanntmachung Nr. 05/10/31 vom 12. Mai 2010 (eBAnz Nr. 52 S. 1) wurden als geeignet veröffentlicht: Alle Arten der Gattungen Weiden (Salix), Pappeln (Populus), Robinien (Robinia), Birken (Betula), Erlen (Alnus) und die Art Gemeine Esche ((F. Excelsior) der Gattung Eschen.
Der maximale  Erntezyklus wurde für die jeweilige Gattung einheitlich mit 20 Jahren festgelegt.

§ 2 Wald

(1) Wald im Sinne dieses Gesetzes ist jede mit Forstpflanzen bestockte Grundfläche. Als Wald gelten auch kahlgeschlagene oder verlichtete Grundflächen, Waldwege, Waldeinteilungs- und Sicherungsstreifen, Waldblößen und Lichtungen, Waldwiesen, Wildäsungsplätze, Holzlagerplätze sowie weitere mit dem Wald verbundene und ihm dienende Flächen.

(2) Kein Wald im Sinne dieses Gesetzes sind

  1. Grundflächen auf denen Baumarten mit dem Ziel baldiger Holzentnahme angepflanzt werden und deren Bestände eine Umtriebszeit von nicht länger als 20 Jahren haben (Kurzumtriebsplantagen),
  2. Flächen mit Baumbestand, die gleichzeitig dem Anbau landwirtschaftlicher Produkte dienen (agroforstliche Nutzung),
  3. mit Forstpflanzen bestockte Flächen, solange deren landwirtschaftliche Nutzung andauert und die im Rahmen der aktuellen Flächenidentifizierungssystem als landwirtschaftliche Flächen erfasst sind und
  4. in der Flur oder im bebauten Gebiet gelegene kleinere Flächen, die mit einzelnen Baumgruppen, Baumreihen oder mit Hecken bestockt sind oder als Baumschulen verwendet werden.

(3) Die Länder können andere Grundflächen dem Wald zurechnen und Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen sowie zum Wohnbereich gehörende Parkanlagen vom Waldbegriff ausnehmen.

Weitere Informationen und den genauen Wortlaut des Gesetztes finden Sie unter:

http://www.bmelv.de/SharedDocs/Rechtsgrundlagen/B/Bundeswaldgesetz.html 
http://bundesrecht.juris.de/bwaldg/ 

 
Energie- und Klimafonds

FÖRDERSCHWERPUNKTE
IM ENERGIE- UND KLIMAFONDS

 
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
Bauer Hubert
 
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