Bioenergie Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Projekt 2012 - 2015: Detail

 

Projekt: Anbaudiversifizierung im Energiepflanzenanbau

Region: BioenergieRegion Weserbergland plus
Beschreibung:

Anbaudiversifizierung im Energiepflanzenanbau

Die Bioenergieregion wird in Kooperation mit den landwirtschaftlichen Organisationen vor Ort Anbaualternativen entwickeln.

Dazu ist es wichtig, überregionales Fachwissen in die Region zu transportieren und züchterisches wie produktionstechnisches Know-how zu vermitteln; die Erprobung der Zuckerrübenverwertung in Biogasanlagen liefert hier erste positive Ansätze. Hier ist durch weiteren inter- und intraregionalen Wissenstransfer insbesondere zur Reinigung und Konservierung der Rübe der praktikable Einsatz in der Biogaserzeugung zu verbessern.

Der Arbeitskreis Biogas führt bereits technische Versuche mit der Reinigung von Rüben und Beschickung von Biogasanlagen durch.

Unter Berücksichtigung einer weiterhin hohen Flächenproduktivität sollen aber auch andere Energiepflanzen auf ihre Anbaueignung hin getestet werden. Die Etablierung eines „Energiepflanzen-Versuchsstandortes“ in der Region gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen stellt hier eine wichtige Maßnahme dar.

Im Februar 2014 veranstaltete die BioenergieRegion gemeinsam mit der Landberatung Hameln und Nienburg eine Betreiberschulung  zum Thema Fruchtfolgegestaltung im Energiepflanzenanbau. 

Projektstand zum 30.07.2015

Neben der Durchführung zahlreicher Informationsveranstaltungen mit überwiegend externen Experten aus Züchtung, Beratung und Praxis vornehmlich in den Arbeitskreisen Biogas wurden auch Exkursionen zu Anbauversuchen und Felddemonstrationen durchgeführt. Neuigkeiten zu verschiedensten Süßgräsern und Hirsen, durchwachsener Silphie und Blühmischungen wurden dabei zwar immer interessiert aufgenommen, konkrete Umsetzungen mit dem Ziel einer anteiligen Substitution des Silomaises sind daraus jedoch in der Praxis nur in den seltensten Fällen entstanden.

Als Teilerfolg dieser Projektarbeit ist zu werten, dass der Anteil von Getreideganzpflanzensilagen (GPS), Zuckerrüben und auch Grünland in den Futterrationen weiter zugenommen hat. Zusammen mit dem steigenden Anteil von Wirtschaftsdüngern (s.o.) als Input in die Biogasanlagen konnte so eine Reduktion der Maisfläche in geringem Umfang erreicht werden. Das Ziel, gemeinsam mit der Offizialberatung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen einen Versuchsstandort für Energiepflanzenanbau in der BioenergieRegion Weserbergland plus zu etablieren, musste auf Grund mangelnder personeller wie finanzieller Ausstattung leider aufgegeben werden.

Die Landwirtschaftskammer führt jedoch entsprechende Demonstrationsversuche in den Landkreisen Nienburg/Weser und Diepholz (westlich an die BioenergieRegion angrenzend) durch, bei denen Energiepflanzen vornehmlich unter dem Gesichtspunkt der Kombination von Artenvielfalt und Energieertrag betrachtet werden. Ergänzt wird dieses Angebot durch die Veranstaltungsreihe „Bioenergie aus regionalem Anbau“ im Landkreis Nienburg/Weser, die durch die Landwirtschaftskammer mit Unterstützung der Bioenergieagentur durchgeführt wird.

Ansprechpartner: PL Hans-Jürgen Hesse, PA Heike Langer
Telefon: 05151 - 585 1003
Email: bioenergie(bei)weserberglandag.de
WWW: zur Website des Projektes
Projektzeitraum: 01.08.12 - 31.07.15
Kategorien:Betroffene Wertschöpfungskette:
  • Biogas
Ebene des Stoffstroms:
  • Biomassebereitstellung
  • Anlagenbezogene Massnahme
Weitere Kategorien:
  • Bildung & Wissenstransfer
  • Netzwerke / Organisation
  • Naturschutz & Landespflege
 
 
Wettbewerb Bioenergie-Kommunen 2019
 
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
 
Bauer Hubert
 
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