Bioenergie Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Projekt 2012 - 2015: Detail

 

Projekt: GIS Projekt zur Verwertung Landschaftspflegematerial

Region: BioEnergieDialog Oberberg“RheinErft“Westerwald-Sieg
Beschreibung:

Zum Biomassepotenzial von Landschaftpflegeholz existieren bislang weitgehend nur Schätzungen und Hochrechnungen. Doch die Uni Hohenheim hat jetzt auf Basis von Flugzeuggestützte Laserscanning-3D-Daten ein System entwickelt, mit dem es möglich ist eine massendatentaugliche GIS-Gehölzdatenbank aufzubauen. Mit dieser Datenbank können Biomassepotenzial im Landschaftspflegeholz bestimmt werden. So wurde dies in einem ersten Projekt für den Rhein-Erft-Kreis durchgeführt. Die Daten wurden den Kommunen zur Nutzung Ihrer Biomassepotenziale zur Verfügung gestellt. 

Für alle 3 Regionen liegen hiermit Planzahlen im Bereich der Landschaftspflegebereich vor. Nun können nachhaltige Kommunale Projekte initiiert werden. Das Programm ist so konzipiert, dass es bei Vorliegen der entsprechenden Daten auf jede weitere Kommune anwendbar ist.

Zum GIS-Projekt: Die steigende Nutzung von Biomasse erfordert die Erschließung bisher ungenutzter Ressourcen, aber auch vertrauenswürdige und genaue Daten zu den vorhandenen Potentialen. Im Bereich des Landschaftspflegematerials gab es bisher keine aussagekräftige Möglichkeit zur Bestimmung der Potentiale. Für den Rhein-Erft Kreis (REK) wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim in einem neuen innovativen Verfahren ermittelt, wie hoch diese Potentiale sind und wie sie sich geographisch verteilen. Das Besondere an dieser Methode ist, dass sie auf die Daten von Laserscanbefliegungen als Grundlage zurückgreift wie sie für viele Regionen mittlerweile vorliegen. Als Ergebnis erhält man eine detaillierte digitale Karte, die in den gängigen GI-Systemen verwendet werden kann und den Typ und die Menge der vorhandenen Biomasse in einer hohen Genauigkeit geographisch scharf wieder gibt.

Das Programm wurde im Rahmen einer Fachveranstaltung im RheinErt-Kreis am 30.10.2014 den kreisangehörigen Kommunen, nebst einem Kartenausdruck des jeweiligen Stadtgebietes, überreicht und erläutert. Ergänzend wurden Informationen zu rechtlichen Fragestellungen, Erfahrungen aus Partnerregionen und Einsatzmöglichkeiten der Biomasse gegeben. In der Zeit bis zum Sommer 2015 haben sowohl die Kreisverwaltung als auch die Kommunen das Programm ausgetestet. Als Ergebnis besteht nun der Wunsch, dezentrale Biomassehöfe auch in RheinErft  einzurichten, die die Konfektionierung sowie die Verwertung des Materials aus Straßenbegleit- und Landschaftspflegematerial entlang von Kreis- und Gemeindestraßen bewerkstelligen sollen. Auf diese Weise soll die Wertschöpfung auf unterschiedlichen Ebenen in der Region gesteigert werden. Als positiver Motor kann die Kreisverwaltung gesehen werden, die Mitveranstalter und auch im Vorfeld ein starker Kooperationspartner und Befürworter war und ist. In ihrer Funktion als übergeordnete Behörde konnte ein klares Signal an die kreisangehörigen Kommunen gesetzt werden.

Ansprechpartner: Heike Behrendt
Telefon: 02233 80483
Email: h.behrendt(bei)biotec-rhein-erft.de
WWW: zur Website des Projektes
Projektzeitraum: 01.08.12 - 31.10.15
Kategorien:Betroffene Wertschöpfungskette:
  • Festbrennstoffe
Ebene des Stoffstroms:
  • Biomassebereitstellung
  • logistik_und_vermarktung
  • Anlagenbezogene Massnahme
Weitere Kategorien:
  • Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
  • Bioenergiedorf / Bürgerbeteiligung
  • Naturschutz & Landespflege
 
 
Wettbewerb Bioenergie-Kommunen 2019
 
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
 
Bauer Hubert
 
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