Bioenergie Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Projekt 2009 - 2012: Detail

 

Projekt: Forschung ökologische Energiepflanzen

Bundesland: Bayern
Region: Bioenergieregion Bayreuth
Ansprechpartner: Dr. Pedro Gerstberger
Adresse:

Lehrstuhl Pflanzenökologie
Universität Bayreuth
Universitätsstr. 30
95440 Bayreuth

Telefon: 0921-55 2063
Fax: 0921-55 2564
Email: gerstberger(bei)uni-bayreuth.de
WWW: zur Website des Projektes
Beschreibung:Die Bioenergieregion Bayreuth unterstützt den Versuchsanbau von zehn rasch wachsenden, ausdauernden Wildstaudenarten am Lehrstuhl für Pflanzenökologie der Universität Bayreuth. Ziel des Projektes ist es, die Pflanzen hinsichtlich ihrer Eignung zur Biogasproduktion und damit als mögliche Alternative zum Mais zu testen. Dabei steht neben der Wirtschaftlichkeit, vor allem eine Analyse der Umweltverträglichkeit der Stauden im Vordergrund.Mais eignet sich wegen seines geringen Wasserbedarfes, der hohen Trockenmasse pro Hektar Erträge und des hohen Methanertrages bei der Vergärung hervorragend zur Biogaserzeugung. Er stellt aus diesem Grund den Löwenanteil der in Deutschland zu diesem Zweck angebauten Energiepflanzen dar. Durch die notwendige alljährliche Bodenbearbeitung und den erforderten Einsatz von Pestiziden und Herbiziden, ergeben sich allerdings eine Reihe von agrarökologischen Problemen, darunter Bodenverdichtung, und -erosion, Nährstoffauswaschung und Humuszehrung. Weiterhin kann der Einsatz von Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln negative Folgen für Mensch und Umwelt haben.Damit liegen die Vorteile der mehrjährigen Wildstaudenarten auf der Hand. Durch die längere Anbauperiode entfällt die alljährliche Bodenbearbeitung. Die damit verbundenen Probleme verschwinden. Zusätzlich kann auf den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden fast gänzlich verzichtet werden. Die getesteten Arten sind konkurrenzstark -einmal etabliert, wachsen die Staudenpflanzen so rasch, das sie sehr bald eventuelle Beikräuter ausdunkeln. Auf deren Bekämpfung kann so verzichtet werden. Ein weiterer Vorteil gegenüber Mais ist die höhere Frosttoleranz der Wildstaudenarten, wodurch eine längere Anbauperiode ermöglicht wird. Damit können höhere Erträge sowie eine Optimierung des für die Silierung wichtigen  Trockensubstanzgehaltes der Biomasse erzielt werden. Im Gegensatz zu Mais wird zudem keine der ausgewählten Pflanzen von Wildschweinen gefressen.Folgende zehn Wildstaudenarten aus Mitteleuropa, Nordamerika, Mittel- und Ostasien werden in Kooperation mit den Landwirtschaftlichen Lehranstalten des Bezirks Oberfranken im agrartechnischen Maßstab angebaut: Silphium perfoliatum, Verbesina alternifolia, Vernonia gigantea, Datisca cannabina, Senecio cannabifolius, Macleaya cordata, Sida hermaphrodita, Eupatorium cannabinum, Eupatorium fistulosum, Filipendula kamtschatica. Geerntet wird mit einem normalen Mais-Häcksler. Erste Ergebnisse hinsichtlich der Hektarerträge (Trockensubstanz oder organische Trockensubstanz) stehen im 2. Halbjahr 2010 an.
Kategorie:
  • Bildung- und Wissenstransfer
  • Biogas
  • Biomasse-Bereitstellung
  • Studien
 
 
Wettbewerb Bioenergie-Kommunen 2019
 
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
 
Bauer Hubert
 
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